Freitag, 26. Juli 2019

Das gehört sich so

Es gibt gesellschaftliche Anlässe, in denen es verbreitete Tradition ist, auf materielle Weise Geschenke zu geben oder auch anders sich in solche Ausgaben zu stürzen. Hilfe zu leisten, zu geben. Und manch einer tut es, "weil es sich eben so gehört".
Was ist, wenn das, was sich so gehört, nicht zu leisten ist.
Was ist, wenn du an deine Grenzen stößt, weil du einfach nichts (materielles) hast, was du geben kannst ausser deiner Liebe?
Was ist, wenn du materielle Erwartungen nicht erfüllen kannst, wo für die Welt um dich herum Fülle scheinbar eine Selbstverständlichkeit ist.
Du willst nicht sagen, das dies ein großer Grund ist, wieso du es nicht tust.
Du willst nicht sagen, das sie dich unterstützen sollen. Denn du befürchtest, das an allem was du von aussen bekommst ein stiller Wunsch geknüpft ist. Das was dir gegeben wird, mit Bedingungen verknüpft ist. Und dann, wenn du nicht mitspielst, bekommst du irgendwann gesagt, ich habe dir das gegeben.

Empfangen ohne gegeben zu haben ist dir fremd. Empfangen einfach weil du bist scheint dir suspekt.
Ist es nicht traurig?
 Sich zu wünschen, einfach nur zu geben und zu geben aus freiem Herzen aus der Liebe heraus und wenn du es nicht kannst, weil auch du an Grenzen stoßen wirst, dann steht jemand vor dir der sagt, es gehört sich so.

Ja, wenn du in dieser Position bist, das du keine Fülle spürst, sondern nur das, was du nicht hast oder nicht geben kannst, ob materiell oder anders, es macht dein Herz traurig.

Wann warst du selbst in dieser Position und hast innerlich oder auch nach aussen zu jemandem aus voller Inbrunst gesagt, es gehört sich so?

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