Freitag, 9. August 2019

Gut gegen Böse ist out!

Seit tausenden von Jahren verfolgen wir das gleiche Paradigma “gut” gegen “böse”.
Das alte Spiel. Und in diesem Jahrhundert der Filme und Geschichten haben wir es auf die Spitze geführt. Wir haben Filme über Filme, die uns zeigen, wie wir mit "dem Bösen" umgehen könnten. Und sie sind oft genug eines von vielen Vorbildern das in unseren Köpfen sein Unwesen treibt.
Wir wollen gut sein, indem wir das ablehnen, was wir als böse empfinden und werden uns nicht darüber bewusst, das diese Ablehnung nichts bewirkt, als die Gegensätze noch weiter zu vertiefen.


Wenn du einen Teil von dir verleugnest, dann ist es, als würdest du den Kopf ins Wasser stecken, um ihn nicht zu sehen. Er ist aber trotzdem da! Und kommt als Unterbewusstsein wieder zum Vorschein.

Wir wurden gelehrt zum Guten zu gelangen. Es heißt das was nicht gut in uns wäre abzustoßen, zu verleugnen und zu unterdrücken.

Und so gehen wir auch mit Positionen um, die wir ablehnen. Aber damit unterdrücken wir Eigenschaften, die auch gute Elemente in sich tragen. Und so entsteht eine Spaltung in uns.

Denn Widerstand erzeugt Spaltung in uns und als Folge auch in der Gesellschaft. Und was das bedeutet heißt, wir haben Kriminelle, die wir als nicht-Teil von uns abstoßen. Wir haben das mit allen möglichen Facetten in der Gesellschaft getan. Das ist es, worum es in Vorurteilen geht. Diese Tierquäler, diese Rassisten, diese Flüchtlinge, diese Politiker.... was auch immer wir für unsere Vorurteile und Bewertungen zur Ablehnung einsetzen. Jedes Mal wenn wir das tun, unterstützen wir Krieg, Spaltung und Einsamkeit.
Das bewirkt einen Anstieg in Kriminalität, Leiden und Ignoranz gegenüber dem Leiden anderer, weil sich die Gesellschaft immer weiter zerklüftet und wir uns immer mehr abgeschnitten fühlen von den anderen und auch von uns selbst.
Und für viele von uns ist es mit Angst besetzt, sich diesen abgelehnten Eigenschaften in sich zu nähern und erst recht wenn es darum geht einen Spagat zu machen zwischen den Realitäten von uns Menschen, die miteinander zu kollidieren scheinen. Und dabei übersehen sie, das sie durch ihre "Rechtschaffenheit", die nichts mit Liebe zu tun hat, selbst dazu beitragen. Das sie selbst einen Anteil in sich tragen könnten, den sie so sehr hassen. Unsere Zeitungsartikel beruhen oft auf Spaltung. Sie beruhen darauf verschiedene Gruppen gegeneinander auszuspielen und daraus ensteht der Stoff unserer Emotionen. Es heißt achtsam zu sein, wo wir uns gegeneinander aufbringen.

Es ist Zeit das zu ändern. Es ist Zeit diese dunklen Aspekte in uns anzuschauen, zu reintegrieren, sie tatsächlich kennenzulernen! Lernt den Faulenzer, den Bettler, den Bedürfigen, den Zornigen, den Missbrauchenden kennen. Denn wenn wir sie ablehnen und unterdrücken, von uns abschneiden, dann berauben wir uns elementarer Facetten und Potentiale für das System, die unser Wesen ausmachen, die ihnen innewohnt.
Nehmen wir ein Beispiel :
Wenn wir einen Teil von uns abstoßen, der wütend ist, stoßen einen Teil von uns ab, der seine Grenzen kennt. Diesen wütenden Teil wieder zu integrieren bedeutet also ein Gefühl dafür zu haben, seine und die Grenzen anderer zu achten. Wenn wir diesen Anteil reintegrieren, erschaffen wir ein Gefühl von Verbundenheit nicht nur in uns sondern auch innerhalb der Gesellschaft. Und wenn wir es in uns tun, dann ist es die Gesellschaft ebenso die reintegriert.
Wenn du soetwas noch nie gemacht hast, dann mag es schwer sein, sich das vorzustellen. Denn dann bist du dir über die Auswirkungen die dein inneres Bild hat nicht bewusst. Es ist auch nicht wirklich wichtig.
Echte Heilung und Frieden entsteht nur wenn wir das, was wir ablehnen integrieren. Wenn wir es schaffen beide Positionen als gültige Positionen anzuerkennen. Es macht das andere nicht stärker sondern aus der Synergie entsteht etwas völlig Neues! Und es beginnt in jedem von uns!

Wenn wir wirklich etwas verändern wollen in der Welt, dann müssen wir dieses Paradigma "wir sind gut weil wir unsere Schatten ablehnen" über Bord werfen!


Nur wenn wir alles von uns annehmen, können wir voll-bewusst über unsere Realität entscheiden und in unserem Sinne und der Schöpfung unser Potential entfalten.

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